Solaranlagen

Einerseits sind die Ressourcen unseres Planeten begrenzt, andererseits strahlt die Sonne durchschnittlich 1.367 W/m² auf unsere Erde ein. Davon kommt jedoch nur ein relativ geringer Teil von ca. 165 W/m² auf der Erdoberfläche an - der Rest wird in der Athmosphäre absorbiert, gestreut oder reflektier. Das was für uns nutzbar ist, hängt auch sehr stark von der geographischen Lage und der Witterung ab. Im Durchschnitt kann man somit für Mitteleuropa mit ca. 1.000 kWh/m²a an eingestrahlter Energie rechnen. Die gesamte auf die Erdoberfläche auftreffende Energiemenge ist somit mehr als 5.000 Mal größer als der Energiebedarf der Menschheit. Damit wird deutlich, dass die sinnvolle Nutzung der Solarenergie einen wesentlichen Beitrag zur Deckung unseres Energiebedarfes leisten kann.

thermische Solaranlagen:

Bei dieser Nutzungsform, wird der thermische Anteil der Sonnenstrahlung genutzt. Die technische Vorrichtung dazu wird (thermischer) Sonnenkollektor genannt. Dieser nutzt den langwelligen Bereich des Sonnenspektrums und besteht im Wesentlichen aus:
  • einem Absorber => nimmt die Sonnenstrahlung auf und wandelt sie in Wärme um
  • ein Wärmeträger => transportiert diese Wärme weiter
  • einer Wärmeisolierung/-dämmung => zur Reduktion von Verlusten

Speziell im letzten Punkt unterscheiden sich die meisten Solaranlagen. Hierbei gibt es grob folgende Gruppen:

  • einfache Absorber ohne Dämmung - zB für Schwimmbäder
  • Flachkollektoren mit herkömmlicher Dämmung (zB Mineralwolle)
  • Vakuum-Röhren- oder Vakuum-Flachkollektoren

Je besser die Dämmung, desto höher ist die theoretisch mögliche Ausbeute, allerdings i.d.R. auch der Preis. Ein wesentlicher Punkt hierbei ist auch die Qualität der Ausführung und die Haltbarkeit (über mehr als 20 Jahre), insbesondere der Dichtungen in der gesamten Anlage.




photovoltaische Solaranlagen:

Hier wird die eingestrahlte Sonnenenergie direkt in elektrischen Strom umgewandelt. Die technische Vorrichtung wird hier Solarzelle genannt und nutzt den kurzwelligen Bereich des Sonnenspektrums. Die auftreffende Strahlung setzt im Inneren der Solarzelle Elektronen in Bewegung, welche durch das Schließen eines Stromkreises in Form von elektrischen Strom genutzt werden. Eine solche Solaranlage besteht im Wesentlichen aus:
  • den Solarzellen => zu Panelen zusammengefaßt, liefern eine Gleichspannung
  • den Wechselricher => wandelt die Gleichspannung in Wechselspannung (meist 230V) um
  • Speicher (Akkumulator) bei Inselanlagen oder Übergabezähler bei Netzeinspeisung

Auch hier gibt es bei den Solarzellen zahlreiche Varianten (mono oder polykristallin, Dünnschicht, etc.) mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen sowie Preisen.

Speziell bei photovoltaischen Anlagen wird auf eine langfristige Rentabilität abgestellt. Das bedeutet, dass sich die Kosten der Anlage durch Förderungen und Einspeisevergütungen oder einfach durch ersparte Stromkosten über einen langen Zeitraum amortisieren soll. Leider zeigt sich bei diesen Berechnungen, dass es nach einigen Jahren zu mehr oder weniger deutlichen Abweichungen vom ursprünglichen Plan kommt. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von mangelhafter Planung und Installation bis hin zu vernachlässigter Wartung.




Betriebssicherheit und langfristiger Ertrag:

Grundsätzlich sind beide Anlagentypen sehr einfach aufgebaut. Aus diesem Grund gibt es auch zahlreiche Anbieter welche Solaranlagen teilweise zu sehr günstige Preise verkaufen. Leider stellt sich erst nach der Installation und den ersten Betriebsjahren heraus, ob die Anlage auch das liefert was beim Verkauf versprochen wurde. Hier zeigt sich dann auch vielfach ob die ursprüngliche Planung korrekt war oder ob einzelne kleine aber wichtige Details übersehen oder vernachlässigt wurden.

Der Verkäufer einer Solaranlage ist bestrebt SEINE Anlage zu verkaufen und wir diese somit mit allen Vorzügen anpreisen. Im Zweifelsfall wird die Anlage auch eher über- als unterdimensioniert, frei nach dem Motto: "...je größer die Anlage, desto größer sein Gewinn...". Ob diese Anlage dann Ihren Bedürfnissen entspricht, gerät dabei all zu oft in den Hintgergrund. 

Hier wollen wir Sie unterstützen. Wir kennen die notwendigen technischen und betriebswirtschaftlichen Hintergründe genau und können somit die Anlage exakt so planen, wie Sie sie benötigen. Da wir Ihnen keine Anlage verkaufen, gewinnen wir nichts von spezifischen Produkten oder der Größe der Anlage. Wir können Sie somit unabhängig beraten und die für Sie ideale Anlage aus den vorliegenden Angeboten (welche wir gerne für Sie von mehreren Anbietern einholen und in einem übersichtlichen Vergleich darstellen) herausfinden. Sie sparen sich Zeit und Kosten und vermeiden das Risiko aus Unwissenheit die falsche Anlage ausgewählt zu haben.

Wie andere Betriebsanlage (Heizung, Lüftung, Auto, etc.), bedürfen auch Solaranlagen einer regelmäßigen Wartung und Kontrolle, um etwaige auftretende Schäden rechtzeitig zu erkennen und die Leistungsfähigkeit der Anlage langfristig sicher zu stellen. Wird auf diese Punkte zu wenig geachtet, kann eine solche Anlage sehr schnell unrentabel und damit sehr teuer werden. Dies trifft insbesondere auf photovoltaische Anlagen zu, welche vielfach aus Rentabilitätsgründen angeschafft wurden.

Auch hier bieten wir Ihnen unsere Dienstleistungen an. Mit Hilfe unserer Erfahrung und Messinstrumente (zB. Thermographie) können wir etwaige Defekte sowie die Leistungsfähigkeit einer Solaranlage überprüfen und dokumentieren. Dies ist insbesondere im Falle von Schadenersatzforderungen bei nicht funktionierenden Anlagen oder solchen mit deutlich verringerter Leistungsfähigkeit wichtig.